Kinderosteopathie

Was ist Kinderosteopathie?



Manche sagen "Die Königsdisziplin" der Osteopathie...
... aber warum eigentlich?



"Kinder sind KEINE kleinen Erwachsenen!"

Dieser Grundsatz sollte jedem Osteopathen klar sein, der sich intensiv mit der Kinderosteopathie auseinander setzt.
Zwar ist der allgemeine Aufbau des Körpers zwar ähnlich, allerdings sieht man schon alleine bei der Anzhal der Knochen, dass man es mit einem anderen System zu tun hat.

Säuglinge haben bei Geburt noch über 300 einzelne Knochen - Beim Erwachsenen sind es dann "nur noch" 206!

Schaut man sich hierbei erstmal "nur" den Schädel an, so ist dieser bei Babies noch nicht fest verknöchert. Der Säuglingsschädel besteht aus einzelnen Schädelplatten, die wie kleine Eisschollen keine knöchernen Verbindungen miteinander besitzen. Die Bereiche zwischen den Knochen nennt man auch "Suturen" und "Fontanellen". Dies sind zu Beginn der Entwicklung bindegewebig verschlossene Bereiche, die erst mit zunehmendem Kopfwachstum langsam kleiner werden, bis sie am Ende ganz miteinander fusionieren und verknöchern.

Warum muss man Säuglinge denn überhaupt behandeln?



Kinder haben ein extremes Bedüfnis nach Bewegung und Wachstum. Sie streben mit jeder Zelle nach Entfaltung. Hierbei sind sie in Ihrer Gesamtheit jedoch noch sehr fluide und lange nicht so starr und rigide, wie mancher Erwachsener.
Eine treffende osteopathische Weisheit sagt - "Wie der Spross gebogen wird, so wächst der Baum!"
Übertragen bedeutet sie, dass es auch durch sehr früh entstandene Spannungen dazu kommen kann, dass ein Kind sich nicht symmetrisch entwickelt. Gründe hierfür können z.B. Auffälligkeiten in der Schwangerschaft, lange oder sehr schnelle Geburten, aber auch Kaiserschnitte sein. Hierdurch kann es zu Spannungen im kindlichen Köper kommen. Nicht immer lösen sich diese von selbst und bedürfen in einigen Fällen einer kleinen Unterstützung von außen.

Betroffene Kinder fallen oft durch Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, innere Unruhe oder auch Vorzughaltungen auf.
Auch im weiteren Verlauf der Entwicklung kann es durch einseitige Bewegungen beim Sport, kleinere Unfälle oder Belastungen in Kindergarten und Schule zu Festigkeiten im Körper kommen. Eine osteopathische Begleitung kann auch in diesem Fall sinnvoll sein.

Kann jeder Osteopath Kinder behandeln?



Kinderosteopathie ist eine eigenständige Weiterbildung. Diese kommt zu den regulären 4-5 Jahren Grundweiterbildung in Osteopathie noch hinzu und dauert zusätzliche 1-2 Jahre. Hier lernen Osteopathen ihre Feinfühligkeit noch weiter auszubauen. Zudem geht es um die spezifischen Besonderheiten von Schwangeren, Säuglingen und Kindern bzw. Jugendlichen. So wie jedes Alter seine Besonderheiten hat, so hat auch jede Wachstumsphase individuelle Bedürfnisse, die wiederum spezielle Behandlungstechniken erfordern. Somit sollten meiner Meinung nach nur speziell ausgebildete Osteopathen auch Kinder und Säuglinge behandeln.

Meine kinderosteopathischen Weiterbildungen habe ich unter Anderem bei Dorothea Metcalfe-Wiegand (D.O.® M.R.O.®) im Osteopathie-Institut Frankfurt und bei Stefan Rieth (M. Sc. Osteopathie) Leiter von Stefan Rieth Academy gemacht. 

Im Laufe der Weiterbildungen habe ich nicht nur Techniken zur Behandlung von Säuglingen und Kindern gelernt, sondern durfte mich immer wieder aufs Neue mit mir selbst beschäftigen und an mir arbeiten. Denn nur so ist man in der Lage für Kinder und Familien ein Ruhepol zu sein, der auch schwierige Situationen begleiten und führen kann.

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